Blickpunkt Leutzsch - Impressionen

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Bildinhalt: Zur Kita-Eröffnung tanzten auch die Bürgermeister Dubrau und Fabian mit. / Foto: Enrico Engelhardt
Zur Kita-Eröffnung tanzten auch die Bürgermeister Dubrau und Fabian mit. / Foto: Enrico Engelhardt
Kitas An der Lehde 12 und 14 feiern nach Sanierung Wiedereröffnung
Leutzsch hat zwei neue Kindertagesstätten. Die Einrichtungen An der Lehde 12 und 14 wurden am Montag, den 20. Juli 2015, nach umfassender Sanierung wiedereröffnet. Träger beider Einrichtungen ist die Stadt Leipzig. In Anwesenheit von Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau und des Bürgermeisters für Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule, Prof. Dr. Thomas Fabian, sowie weiterer Ehrengäste fand die offizielle Eröffnung im Rahmen einer kleinen Feierstunde statt. Die Kita An der Lehde 12 bietet Platz für 113 Kinder, darunter sind 32 Krippenplätze und neun Plätze für Kinder mit Integrationsbedarf. Die Kita An der Lehde 14 ist etwas größer und verfügt über 123 Plätze, davon 32 Krippen- und zwölf Integrationsplätze.

Sabine Dülsner, Leiterin der Kita An der Lehde 14, zog in ihrer Begrüßungsrede den Vergleich zum Märchen „Das tapfere Schneiderlein“: Da waren es 7 auf einen Streich, heute hat die Stadt Leipzig zwei neue Kitas auf einen Streich. Und das wird gefeiert!“ Ihre Kollegin Kristin Götze-Bogdanski, Leiterin der Kita An der Lehde 12, pflichtete ihr bei: „Das tapfere Schneiderlein konnte über Grenzen gehen, wir haben das auch erkannt und die Stadt Leipzig hat zwei wunderschöne neue Kindergärten.“ Wie im Märchen gab es für Kinder, Eltern und BetreuerInnen vor dem Wiedereinzug einige Abenteuer zu bestehen, erklärten die beiden Leiterinnen und spielten damit auf den Umzug und die Interimszeit in der Nonnenstraße und der Grünauer Allee an. An die Eltern, die stellvertretend durch Mitglieder des Elternrates der Kitas vertreten waren, gab es an dieser Stelle einen herzlichen Dank für das aufgebrachte Verständnis.

Mit einem Tanz, den die Vorschulkinder gemeinsam mit den Gästen einübten, begannen danach die Feierlichkeiten. Auch Frau Dubrau und Herr Fabian nahmen an dem Reigen auf dem begrünten Innenhof teil und freuten sich über die Mitmach-Atmosphäre.

Seit Ende 2012 waren die Baumaßnahmen für das 1978 in Fertigteilbauweise entstandene Gebäude im Gange gewesen. Bürgermeister Thomas Fabian wies in seiner Rede auf diesen Punkt hin: „Es ist eine lange Baumaßnahme geworden, aber Sie haben hier auch viel Unterstützung erfahren. Mit der grundlegenden Sanierung dieser beiden kommunalen Einrichtungen wurden sehr gute Bedingungen für die pädagogische Arbeit geschaffen. Denn Kinder fühlen sich vor allem dann wohl, wenn auch die Mitarbeiter sich wohl fühlen.“ Weiterhin erklärte er, dass die beiden Kindergärten ein Teil des riesengroßen Ausbauprogramms der Stadt seien, die in beschleunigtem Tempo auf die benötigten Kitaplätze reagiere. „Es gibt hier in den beiden Kitas noch freie Plätze, auch in der Tagespflege“, konnte der Bürgermeister noch verkünden.

Die Baukosten betrugen rund 3,6 Millionen Euro. Davon konnten 1,7 Millionen Euro über das Bund-Länder-Programm Stadtumbau Ost gefördert werden. Das Leipziger Architekturbüro Lewitzki und Kleinen steuerte den Entwurf zu Sanierung und Umbau bei. Vor allem die Eingangssituation wurde durch behindertengerechte Zugänge aufgewertet. Zudem erfolgte eine kindgerechte Umgestaltung der Außenbereiche.

Baubürgermeisterin Dubrau bedankte sich bei den beteiligten Baufirmen und zog ein kleines Resümee: „Es gab einige Probleme mit den Planern. Wir hatten mehrere Planer und verschiedene Baufirmen, die an der Umsetzung beteiligt waren. Aber das Ergebnis ist gelungen. Bis auf den Rohbau ist alles erneuert und modernisiert worden. Hier ist es gelungen, einen Typenbau aus der DDR, eine so genannte Kinder-Krippen-Kombination, so umzubauen, dass er auch Anforderungen der heutigen Zeit optimal gerecht wird.“ Die Sanierung sei auch ökologisch sinnvoll und positiv für die Klimabilanz, so die Baubürgermeisterin weiter. Besonders der Außenbereich wurde von ihr geschätzt: „Hier ist ein tolles Projekt entstanden. Der Gartengestaltung mit den Mohn- und Feldblumen ist es gelungen, den Charme des Feldes in die Stadt zu holen.“
Die beiden Kitas An der Lehde 12 und 14 arbeiten eng zusammen und unterstützen sich im Bedarfsfall auch personell. Spiel- und Beschäftigungsmaterial wird ausgetauscht und Anschaffungen werden miteinander abgesprochen. Herzstück der neuen Einrichtungen ist das Atrium, das für Mittagessen, Spiele und die gemeinsame Gestaltung der Früh- und Spätdienste genutzt wird. Auch der Garten wird von beiden Kitas gemeinsam gestaltet und genutzt. Bei der Innenraumgestaltung wurde ein Farbkonzept umgesetzt, das in enger Abstimmung mit der Kitaleitung erarbeitet wurde.

Der Schwerpunkt beider Kindertagesstätten liegt auf „Sprache und Integration“, beide Kitas sind am gleichnamigen Bundesprojekt beteiligt und zeigten dies nach den Grußworten durch eine kleine Choreografie zweier Kindergruppen, die sich gegenseitig Sätze und Wörter symbolisch zuwarfen. Im Anschluss hatten die BesucherInnen die Möglichkeit, sich mit Wegweisern, die die Kinder entworfen hatten, das Haus anzuschauen. Im Innenhof wurde dazu ein kleiner Imbiss gereicht.


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Nachricht vom 20.07.2015. Autor: Enrico Engelhardt, Mitglied BVL
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