Blickpunkt Leutzsch - Impressionen

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Bildinhalt: Brigtitte Nothhaft (links) beim Basteln der Nadelkissen / Foto: Enrico Engelhardt
Brigtitte Nothhaft (links) beim Basteln der Nadelkissen / Foto: Enrico Engelhardt
15. Leutzscher Stadtteilfest am 08.09.2012 - Der Bericht
Wenn man am Samstag, den 08.09.2012, von der Georg-Schwarz-Straße, kurz vor dem Leutzscher Rathaus, in den Stadtteilpark "Am Wasserschloss" einbog, konnte man schon einen Schreck bekommen. Denn dort sah man sich plötzlich einem Polizeiauto auf der einen und einem Rettungswagen der Johanniter auf der anderen Seite gegenüber. Es war aber weder ein Unfall noch etwas anderes schlimmes passiert. Im Gegenteil, beide Autos gehörten schon zum Programm des 15. Leutzscher Stadtteilfestes. Den Krankenwagen konnten interessierte Leute betrachten und sich von den Sanitätern das spannende Innenleben des Autos erklären lassen, mit welchem Leben gerettet werden können. Der Polizeiwagen auf der anderen Seite markierte den Stand des Polizeireviers Alt West. Dieses war in Form von zwei Bürgerpolizisten vertreten, die neben Informationsmaterial an ihrem Stand auch zur Fahrradregistrierung aufriefen. Polizeiliche Fahrradregistrierung soll potentielle Diebe abschrecken. Gleichzeitig können die Ordnungshüter Fahrräder anhand der Registrierung schneller erkennen und falls das Fahrrad gestohlen wurde, es seinem rechtmäßigen Besitzer wieder zukommen lassen. Von diesem Angebot machten einige Besucherinnen und Besucher des Festes Gebrauch. Viele Leute, hauptsächliche Familien mit kleineren Kindern, waren entweder zu Fuß oder mit dem Fahrrad gekommen.

Einen ganzen Nachmittag lang konnten sich die Gäste des 15. Leutzscher Stadtteilfestes vom vielfältigen Programm überzeugen lassen. Da gab es am Stand von Schneiderin Brigitte Nothhaft die Möglichkeit ein eigenes Nadelkissen im Blumentopf zu kreieren. An einem anderen Stand konnten Kinder und Erwachsene Muffins mit bunten Streuseln verzieren. Politische Parteien, wie Die Linke, die CDU sowie die SPD stellten sich auf dem Fest den Fragen und Wünschen ihrer Wählerinnen und Wähler. Ein Fußballfeld, gemeinsam betrieben vom TuS Leutzsch und der BSG Chemie Leipzig, sorgte für sportliches Austoben der Kinder, die auch die Möglichkeit hatten sich beim Torwandschießen auszuprobieren. Beide Vereine warben damit für ihre gemeinsame Nachwuchsarbeit. Für die größeren und bastelfreudigen Kinder bot der Jugendclub Kojule die Möglichkeit aus Tetrapacks Portemonnaies zu basteln und zeigte damit ,dass auch unter Jugendlichen Up-Cycling (Produktherstellung aus Abfällen) immer besser ankommt. Auch bei der Herstellung von Wut- und Mutbällen waren die eifrigen jungen Bastler Feuer und Flamme. Am Stand der Laurentiuskirche in Leutzsch konnten sich rätselbegeisterte Kinder ein Formular holen und damit rüber zur Kirche zu laufen. Dort konnten sie am Kinderquiz rund um die Leutzscher Kirche teilnehmen und im Verlauf des Nachmittags schöne Preise für ihre richtigen Antworten mit nach Hause nehmen. Die Leutzscher Kirche hatte zum Stadtteilfest mit einem eigenen kleinen Programm nebst Musik und Kirchenführung geöffnet.

Am Bierwagen der Weinberggärten herrschte reger Betrieb. Auch die Bratwürste erfreuten sich großer Beliebtheit. Musikalisch gestaltet wurde das Fest am Nachmittag von der Band tempi passati. Ihre Musik mit nachdenklichen und mal unterhaltsamen deutschen Texten mit eigenwilligen Melodien erinnerte an Ostrockbands wie Karussell und Lift und war dennoch von einem eigenen Stil geprägt.

Besonders hoher Besucherandrang herrschte am Stand des Projekts "mitgestAlter", welcher von älteren Leutzscher Bürgerinnen betreut wurde. An einer Tafel waren Bilder der Georg-Schwarz-Straße angebracht, die von den Seniorinnen auf zwei Stadtteilrundgängen fotografiert worden waren. Mittels dieser Bilder suchten sie das Gespräch der Passantinnen und Passanten. Sie notierten sich deren Meinungen und Anmerkungen zur Georg-Schwarz-Straße und animierten dazu auch selbst etwas aufzuschreiben. Durch die Beteiligung der Menschen auf dem Fest versucht das Projekt "mitgestAlter" auf einem weiteren Weg, die Georg-Schwarz-Straße in einen seniorenfreundlichen Raum zu verwandeln. Ihre Ideen und Erfahrungen sollen in städteplanerischen Maßnahmen mitbedacht werden.

Direkt neben den mitgestAltern hatten der BürgerVerein Leutzsch e. V. und das Magistralenmanagement Georg-Schwarz-Straße einen Infostand. An dem Stand haben sich einige Besucherinnen und Besucher in die Newsletterliste eingetragen und genießen nun den Vorteil, über alles was rund um die Georg-Schwarz-Straße an Neuem passiert, monatlich informiert zu werden. Im Gespräch mit Bürgerinnen und Bürgern bemerkten die Vertreter des Magistralenmanagements, dass die Georg-Schwarz-Straße auch unter den Leutzscher Anwohnern oft noch ein Buch mit sieben Siegeln ist, so überrascht zeigten sich einige über die neues Entwicklungen und das vielfältige Angebot der Akteure vor Ort.

Um eine größere Öffentlichkeit zu erreichen führten Roman Raschke, der Vorsitzende des BürgerVereins Leutzsch e. V. und Ausrichter des Stadtteilfestes und die SPD-Stadtbezirksbeirätin Eva Brackelmann Interviews mit allen Beteiligten des Festes. Die Möglichkeit dieser Plattform wurde gut angenommen und die Gäste lernten ihren Stadtteil dadurch noch etwas besser kennen.

Zu fortgeschrittener Stunde, als man sich auch auf der Wiese schon ausgestreckt hatte und den schönen Sommerabend genoss, begann die Band Mäke it Bätter mit ihrem Programm von gecoverten Rockklassikern dem Publikum noch einmal einzuheizen. Das Tanzbein hat zwar niemand geschwungen, aber der eine oder andere Fuß unter dem Biertisch wippte schon im Takt mit. In Leutzsch liebt man die kleinen Bewegungen. Spaß gemacht hat es allemal und so freuen sich alle Beteiligten schon auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr, beim 16. Leutzscher Stadtteilfest.

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Nachricht vom 10.09.2012. Autor: Enrico Engelhardt, Mitglied BVL
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