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Zeitzeugin Else Thomas hält Vortrag in Leutzscher Restaurant Gut Holz
Die Frage: "Was geschieht in Kriegen mit Frauen und Kindern?" ist nicht leicht zu beantworten. Sie fordert die Erinnerung heraus - in einer Zeit, in der Vergewaltigungen und Deportationen von jahrzehntelanger Tabuisierung ins historische Vergessen zu gleiten scheinen. Am 13.07.2012 um 19:00 Uhr wird ein Versuch gewagt, das Vergessen aufzuhalten, dagegen anzugehen. Die sächsische Landeszentrale für politische Bildung lädt zu einem Vortrag mit der Zeitzeugin Frau Else Thomas.

Else Thomas wurde im März 1945 im Alter von 19 Jahren in russische Gefangenschaft verschleppt. Bis zum Oktober 1949 musste sie in einem sibirischen Lager die deutsche Kriegsschuld abarbeiten und erlitt dort Dinge, die unvorstellbar sind. Dennoch ist sie bereit darüber zu sprechen, aufzuklären und zu erinnern. Erinnerung, das ist es auch, womit der Philosoph George Santayana, dem Abend einen Leitspruch mit auf den Weg gegeben hat: "Die sich des Vergangenen nicht erinnern, sind dazu verurteilt, es noch einmal zu erleben." Jeder, der diese Erkenntnis teilen möchte, ist herzlich zum Vortrag "Verschleppt an das Ende der Welt" von und mit Else Thomas eingeladen.

Im Restaurant "Gut Holz" in der Leutzscher Hans-Driesch-Straße 56b findet die Veranstaltung am Freitag, dem 13.07.2012, um 19 Uhr statt. Der Eintritt ist kostenlos und eine Voranmeldung ist nicht notwendig.

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Nachricht vom 03.07.2012. Autor: Enrico Engelhardt, Mitglied BVL
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Bürgerverein Leutzsch BV Leutzsch