Blickpunkt Leutzsch - Impressionen

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Bildinhalt: Das Ausbauhaus in Leutzsch / Foto: Enrico Engelhardt
Das Ausbauhaus in Leutzsch / Foto: Enrico Engelhardt
Erstes Ausbauhaus in Leutzsch
In unmittelbarer Nähe der Leutzsch-Arkaden, an der Straßenbahnhaltestelle "Pfingstweide", prangt seit ein paar Tagen schon ein gelbes Banner am Haus der Georg-Schwarz-Straße 147, welches dem einen oder anderen Passanten schon aufgefallen sein dürfte. Auf diesem Banner steht in großen Buchstaben "Ausbauhaus" geschrieben. Damit ist es nun schon das vierte Haus dieses Modells, wenngleich das erste in Leutzsch, welches vom Verein HausHalten e. V. in Leipzig betreut wird. Es wird daher Zeit einen Blick auf das Ausbauhaus zu werfen und zu fragen, was ein Ausbauhaus eigentlich ist.

Das Ausbauhaus stellt ein noch relativ neues Modell von HausHalten e.V. dar. Es setzt das Wächterhhauskonzept fort und dient der Unterstützung zur schrittweisen Sanierung von Wohnraum. Das Ausbauhaus-Modell ist für die Nutzung in Häusern von städtebaulichem, denkmal-pflegerischem und kulturellem Wert angelegt. All dies ist beim Haus der Georg-Schwarz-Straße 147 gegeben, welches sich an einem zentralen Punkt in Leutzsch befindet und damit das Stadtteilbild prägt.
Das Ausbauhaus erweitert die erfolgreiche Wächterhausidee, des HausHalten e. V. um die Möglichkeiten einer Vermietung und einer baulichen Aufwertung. Damit soll der großen Nachfrage nach einer längeren Perspektive für Mieter und Eigentümer entsprochen werden. Sowohl für Mieter als auch für den Eigentümer bietet das Ausbauhausmodell Vorteile. Denn die Mieter bekommen viel Wohnfläche zur Verfügung gestellt und können den Selbstausbau derselben individuell gestalten. Die Mietkonditionen sind günstig und auch langfristig stabil. Zudem können materielle und handwerkliche Eigenleistungen der Mieter auf die Mietkosten angerechnet werden. Aber auch für den Vermieter hat das Vorteile. Hauseigentümern bietet das Ausbauhaus langfristig stabile, kalkulierbare Mieteinahmen und Wertsteigerungen bei vergleichsweise geringem Investitionsaufwand. Nach der Inbetriebnahme können die folgenden Sanierungsschritte flexibel mit den Mietern abgestimmt und über mehrere Jahre verteilt werden. Durch Eigeninvestitionen der Mieter in den jeweiligen Wohneinheiten entstehen nachhaltige Bindungen und eine besondere Sorgfalt gegenüber dem Mietobjekt. Bei der Koordination der Sanierungsmaßnahmen und bei der Suche nach neuen Mietern, wird der Verein HausHalten e. V. tätig und sorgt damit im wahrsten Sinne des Wortes für die Wiederbelebung des Hauses.

Natürlich kommt das Modell aber nicht nur dem Erhalt eines Hauses, sondern zugleich auch der Belebung des Stadtteils und der jeweiligen Straße zugute. Insofern lässt sich mit dem gelben Ausbauhaus-Banner am Haus der Georg-Schwarz-Straße 147 konstatieren: Ein Stückchen Revitalisierung ist wieder geschafft. Und es geht weiter!

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Nachricht vom 21.06.2012. Autor: Enrico Engelhardt, Mitglied BVL
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