Blickpunkt Leutzsch - Impressionen

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Bildinhalt: Paragrafen 176 aus dem Strafgesetzbuch zum sexuellen Missbrauch von Kindern (c)dpa
Paragrafen 176 aus dem Strafgesetzbuch zum sexuellen Missbrauch von Kindern (c)dpa
Kinderschänder stellt sich den Behörden
Wiesbaden/Gießen (dpa/mwil) - Nach dem öffentlichen Fahndungsaufruf nach einem Kinderschänder in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen xy..." hat sich der mutmaßliche Täter nun der Polizei gestellt.

Da die Ermittlungen zur weiteren Tataufklärung noch andauern, machten die Behörden keine weiteren Angaben über den mutmaßlichen Täter.

Der Sexualverbrecher soll mehrere Jungen im Alter von fünf bis sieben Jahren schwer missbraucht haben. Videos von seinen Gewalttaten hatte er ins Internet gestellt. In einem davon wird er "Christoph" oder "Christof" genannt. "Aktenzeichen xy..." war am Mittwochabend ausgestrahlt worden. Im Rahmen der Fahndung waren zahlreiche Hinweise auf seine Person eingegangen.

Den Fahndern liegen 42 Videos von dem Mann vor. Sie wurden nach Einschätzung der Ermittler vor allem 2006 aufgenommen. Die Opfer dürften inzwischen acht bis zehn Jahre alt sein. Ein Junge wird in einem Video "Marcel" genannt und ein anderer "Pascal". Unter den Opfern könnten sich Brüder befinden. Das BKA schließt nicht aus, dass es noch mehr Opfer gibt.

Nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft in Gießen, die die Öffentlichkeitsfahndung veranlasst hatte, dürften die Aufnahmen irgendwo in Deutschland gemacht worden sein. Für Hinweise auf den Mann hatte sie eine Belohnung von 5.000 Euro ausgesetzt.

Die Fotos und Videos, die zwischenzeitlich auf der Homepage des BKA (www.bka.de) veröffentlicht worden waren, zeigten in guter Qualität einen 35 bis 45 Jahre alten Mann mit normaler Statur und Bauchansatz. Als Besonderheit wurde angeführt: "Raucher (Lucky Strike)". Die Zimmer, in denen die Videos gefilmt wurden, haben unter anderem eine Tapete mit Dinosauriern und präparierte Hirschköpfe als Wandschmuck. Außerdem sind ein Modellsegelschiff in einem Wandregal und eine lebensgroße Clownsfigur zu sehen. Unklar ist, ob sich die Zimmer in derselben Wohnung befinden.

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Redaktion:
Bürgerverein Leutzsch BV Leutzsch