Blickpunkt Leutzsch - Impressionen

Archiv

100 Jahre Leutzscher Mittelschule
Ausschnitt aus der Entwicklung der Leutzscher Schule

Der Blickpunkt Leutzsch berichtet anlässlich des 100-jährigen Bestehens der 57. Mittelschule in dieser und den folgenden Ausgaben über Bau, Aus- und Anbau sowie das damaligen Lehrerkollegium. Die jetzige Ausgabe befasst sich mit dem Bau der Schule.

Bereits 1891 wurde mit dem Bau der Schule begonnen (2 Lehrzimmer). 1895 erfolgte ein Anbau an der Hinterfront. Dadurch entstand eine Doppelschule. 1900 wurde der Westflügel angebaut. Mit dem Ausbau des Ostflügels 1901 durch die Firma „Tiefbau Stampfbeton“ Alfred Günther entstanden 1 Hausmannwohnung und 5 Zimmer für Lehrkörper. Die Fassadenarbeiten erledigte die Fa. (man beachte die Schreibweise!) Cementstampfbeton Facade-Arbeiten Carl Sonntag. Die Schule bestand aus insgesamt 25 Lehr-, 1 Verwaltungs- und 1 Lehrmittelzimmer sowie einem Saal. Die Zentralheizung wurde durch die Fa. Friedrich Wilhelm Raven (Kosten 10 000 Mark) eingebaut. Die Einweihung eines weiteren Flügels 1902 erweiterte die Lehrzimmer um 16 Räume. Für die Vollendung des Westflügels 1906 wurden über die Firma G. Zimmermann (Hoflieferant aus Stuttgart) 2 Oberlichter 4,00 x 1,30 m mit Schwitzwasserfängern für das Dach zum Preis von 75 Mark das Stück geliefert. Eine neue Zentralheizungsanlage für den neu zu errichtenden Flügel, die Doppelturnhalle, die Aborte sowie 2 neue Kessel für die 15 Jahre alte Kesselanlage der alten Schule lieferte die Fa. Chr. Salzmann aus Leipzig. Für den Einbau der Fenster zeichnete der Glasermeister Julius Thürk verantwortlich. Es entstanden weitere 18 Lehr- und Kombinationszimmer, 1 Zeichensaal und 1 Lehrmittelzimmer. Beheizt wird die Schule mit Dampfniederdruck. Mit der Übergabe der Doppelturnhalle an die Schüler 1908 war der Bau vollendet und erreichte die Schule ihr jetziges Aussehen.

Diese Daten haben die Mitglieder der AG „100 Jahre 57. Schule“ Juliane Seidel, Marcus Barthel und Herr Huth im Stadtarchiv Leipzig Torgauer Straße ermittelt. Bei Interesse besteht die Möglichkeit im Stadtarchiv den Lesesaal, der für die Öffentlichkeit zugänglich ist, zu nutzen.


Zurück
Nachricht vom 22.08.2006. Autor: ,
> AKTUELLER
> BLICKPUNKT
 
Redaktion:
Bürgerverein Leutzsch BV Leutzsch