Blickpunkt Leutzsch - Impressionen

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Nachwort zur Podiumsdiskussion Georg-Schwarz-Straße – So sieht’s aus! Wie geht’s weiter?
Am Montag, den 28. Januar 2008 fand die Podiumsdiskussion "Georg-Schwarz-Straße – So sieht’s aus! Wie geht’s weiter?" statt. Initiiert und organisiert wurde die Veranstaltung vom Lindenauer Stadtteilverein e.V. und vom Bürgerverein Leutzsch e.V. mit Unterstützung des Quartiersmanagements Leipziger Westen.

Geladen war wirklich jeder, der sich für die Georg-Schwarz-Straße interessiert. Neben Anwohnern erschienen unter anderem Vertreter von Vereinen, Organisationen, Unternehmen sowie Mitarbeiter der Stadtverwaltung. Insgesamt rund 180 Besucher erbrachten den Nachweis, dass Zustand und Entwicklung der Georg-Schwarz-Straße vielen Menschen auf den Nägeln brennen.

Die eröffnenden Impulsreferate strukturierten die Diskussionsthemen und ordneten zunächst GESTERN-HEUTE-MORGEN und die Gewichtung der Straße im gesamtstädtischen Blick ein. Dabei entstand der Eindruck, dass das Erkennen von Potentialen der bisher überwiegend empfundenen konzeptionellen Ratlosigkeit gewichen ist.

In der daran anschließenden Podiumsdiskussion standen die Podiumsgäste - Rainer Fornahl (Mitglied des Bundestages und Aufsichtsrat der LWB), Martin zur Nedden (Beigeordneter für Planung und Bau), Heiko Rosenthal (Beigeordneter für Umwelt, Ordnung, Sport), Prof. Dipl.-Ing. Ingo Andreas Wolf (Professor für Architektur an der HTWK) und Pfarrer Hans-Christoph Runne (Geschäftsführer des Diakonissenkrankenhauses) - Moderator Fritjof Mothes zu bequemeren aber auch unbequemeren Fragen Rede und Antwort.

Etwas ernüchternd für die Anwohner war die Gewichtung der Georg-Schwarz-Straße im Vergleich mit dem gesamten Leipziger Raum. Auf einer Skala von „eins“ (sehr wichtig) bis „fünf“ (völlig unwichtig) erzielte die Georg-Schwarz-Straße seitens der Podiumsteilnehmer den Mittelwert von „zwei“ bis „drei“. Zwar bedeutet dies, dass die Georg-Schwarz-Straße nicht ganz oben auf der politischen Agenda steht, also kurzfristig für sie keine großen Maßnahmen auf stadtpolitischer Ebene angedacht sind. In den mittelfristigen Plänen jedoch, so konstatierte das Podium, seien wichtige Schritte für diese Straße enthalten.

Immer wieder verdeutlicht wurde die maßgebliche Rolle für ein Vorankommen der Georg-Schwarz-Straße, die der LWB zukommt. Allein in den 15 unsanierten „LWB-Blöcken“ liegen derzeit circa 600 Wohneinheiten im Quartier brach. Auf diesen Zustand wurden die anwesenden Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates des kommunalen Großvermieters im Laufe des Abends mehrfach angesprochen.

In einer offenen Diskussion verknüpften Wortbeiträge aus dem Publikum Kritik mit konkreten Vorschlägen und hinterfragten Gründe aktueller Missstände.

Das wichtigste Fazit der Diskussionen an diesem Abend ist die Erkenntnis, dass auch nach der Veranstaltung die sozialen und städtebaulichen Problemfelder definitiv keine Selbstheilungskraft besitzen. Nur dann, wenn die Verantwortlichkeiten nicht an „die Anderen“ verwiesen werden, kreative Teamfähigkeit und ein angewandtes Mitwirkungsbewusstsein aller Akteure besteht, scheint strategische Bewegung möglich zu werden. Es wäre wirklich nötig und auch höchste Zeit.

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Nachricht vom 07.02.2008. Autor: ,
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Bürgerverein Leutzsch BV Leutzsch