Blickpunkt Leutzsch - Impressionen

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Nachmeldungen zum sonntäglichen Brand
Bei dem verheerenden Feuer auf dem Gelände einer Entsorgungs- und Recyclingfirma am Wochenende in Leipzig ist nach ersten Schätzungen ein Sachschaden von rund einer Million Euro entstanden. Etwa in dieser Höhe werde der Schaden kalkuliert, sagte ein Sprecher der Alba-Gruppe (Berlin), zu der Leipziger Firma gehört, am Montag: "Wir hatten Glück im Unglück." Das Feuer habe zum Glück nicht auf eine Sortieranlage für Kunststoffe übergegriffen. Es könne weiter gearbeitet werden. "An erster Stelle steht aber, dass Menschen nicht zu Schaden gekommen sind und und dass es keine Gefahr durch Schadstoffe gab", betonte der Sprecher.

Die Brandursache war am Montag noch immer unklar. Die Polizei ermittle in alle Richtungen, erklärte eine Sprecherin. Spezialisten seien weiter auf dem Gelände im Einsatz

Das Feuer, das am Samstagnachmittag ausgebrochen war, konnte laut Polizei am Sonntagmittag gelöscht werden. Menschen wurden nicht verletzt. Trotz einer riesigen Rauchwolke habe es keine Gesundheitsgefährdung gegeben, hieß es. Zeitweise waren alle Leipziger Feuerwehren, weitere Freiwillige Feuerwehren und ein Spezialfahrzeug der Flughafen-Feuerwehr Leipzig/Halle zur Brandbekämpfung eingesetzt.

Aus bisher noch unbekannter Ursache hatten zerschredderte Plastikflaschen und gepresste Papierballen auf dem Werksgelände an der Merseburger/Ecke Rückmarsdorfer Straße in großer Ausdehnung Feuer gefangen. Zunächst brannten auf einer Freifläche von 30 mal 100 Metern Ausdehnung mehrere große Haufen der Altmaterialien lichterloh. Die Flammen griffen auf eine erst vor vier Wochen in Betrieb genommene Halle über und zerstörten diese völlig. Allein dadurch sei ein Schaden von etwa 370 000 Euro entstanden. Viel gepresstes Papier erschwerte, dass das Löschwasser zur Glut durchdrang. Die Masse musste mehrfach umgestapelt werden.

Über dem Recyclinghof bildete sich zunächst eine große schwarz- grüne Rauchwolke. Der riesige Rauchpilz bewegte sich dann in großer Höhe in Richtung Grünau, eines dichtbesiedelten Stadtteils. Messungen hatten laut Polizei jedoch ergeben, dass von den Schwaden keine Gesundheitsgefahren ausgingen. Dennoch war die Bevölkerung gebeten worden, schon wegen der Geruchsbelästigung Fenster und Türen geschlossen zu halten. Mit Spezialtechnik der Flughafen-Feuerwehr konnte die Rauchbildung am Samstagabend unterbunden werden.

Die Feuerwehr war zu Spitzenzeiten mit 85 Leuten im Einsatz. Zudem musste die Polizei mehr als 100 Schaulustige vom Ort des Geschehens fernhalten. Kräfte der Bundespolizei unterbanden zudem, dass Schaulustige über ein Bahngelände zum Brandort gelangten.

(dpa / lvz)

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Redaktion:
Bürgerverein Leutzsch BV Leutzsch