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Seniorenkabarett gestaltet gelungene Adventsfeierstunde in Leutzsch

Bildinhalt: Gut besucht: Adventsfeierstunde im Stadtteilladen / Foto: Enrico Engelhardt
Gut besucht: Adventsfeierstunde im Stadtteilladen / Foto: Enrico Engelhardt
Fröhliche Gesichter erzeugen und Menschen in Vorweihnachtsstimmung zu bringen, das war die Devise für die Adventsfeierstunde des Leutzscher Bürgervereins. Genau das ist den „Leutzscher und Lindenauer Nichtmehr-jungen“ am Montag, dem 10. Dezember 2018, mit ihrem Heimspiel im Stadtteilladen auch gelungen. Über 25 Gäste aus ganz Leipzig besuchten die Aufführung von „Weihnachten ist wunderbar!“. Es war das mittlerweile 6. Weihnachtsprogramm des Seniorenkabaretts, welches Regisseur und Spielleiter Enrico Engelhardt für den Abend zusammengestellt hat.

Nach einer Einführung von Bürgervereinsmitglied Siegrid Müller, ehemaliges Kabarettmitglied und mit dem Herzen immer noch dabei wie sie in ihrer kleinen Ansprache erwähnte, startete Waltraud Jänichen als Weihnachtsfrau das Programm. Fast wäre die erste Szene auch die letzte des Programms gewesen, denn in der Szene „Weihnachten fällt aus“ wurde vom Ensemble deutlich gemacht, was für Belastungen alljährlich mit dem Fest einhergehen. Zum Glück konnten die Wogen geglättet werden und Weihnachten darf auch dieses Jahr stattfinden. Mit dem Titellied „Weihnachten ist wunderbar“ komponiert und auf dem Akkordeon begleitet von Manfred Thoss startete das Kabarett auch musikalisch und gut bei Stimme in die Weihnachtszeit. Längere und kürzere Sketche wechselten sich ab und sorgten so für kurzweilige Unterhaltung.

Viel gelacht wurde bei der Rentnerversion des Klassikers „Schneeflöckchen, Weißröckchen“. Helga Kumpfe begleitete die spezielle Version auf dem Akkordeon. Das Ensemble um die stimmkräftige Gundula Sonne zeigte darin spielerisch und gesanglich die Tücken des Schneefalls für die ältere Bevölkerung auf.

Die Szene, in der Dagmar Vorpahl, als vom Weihnachtsfieber gepackte Ehefrau, ihren Mann, ebenfalls Manfred Thoss, über den Weihnachtsmarkt zerrt, ließ das Publikum besonders laut auflachen und danach stark applaudieren. Dieser Applaus mag auch mit der Entscheidung in Zusammenhang stehen, die der Mann auf dem Weihnachtsmarkt getroffen hat.

In der Szene „Heidelbeertee“ wurde die Hektik der heutigen Zeit aufs Korn genommen. Die drei Akteure Waltraud Jänichen, Peter Krzikowski und Martina Fischer spielten sich verbal die Bälle rund um den titelgebenden „Heidelbeertee“ zu. Am Ende bauten sie sogar noch den aktuellen Bahnstreik in die Pointe mit ein. So macht Kabarett Spaß!

Auch der Schnäppchenjäger (Manfred Thoss), der sich vom Weihnachtsstress nicht einfangen ließ und seiner Familie interessante Dinge wie Lichtschalter und Slipeinlagen - weil sich seine Frau etwas persönliches wünschte - unter den Baum legte, erhielt von den ZuschauerInnen viel Beifall.

Den szenischen Abschluss bildete die Langszene „Der Pfarrer kriegt nichts mehr zu trinken“. Darin wurde aus einer gemütlichen Geburtstagsfeier an Heiligabend eine turbulente Runde samt betrunkenem Kirchendiener, einer Wahlkampf machenden Politikerin und fliegenden Hunden. Erstaunlich, was so ein bisschen Küstennebel alles anrichten kann. Helga Kumpfe und Maritta Emanuel versuchten in ihren Rollen zwar so gut es ging zu schlichten, doch die Situation wurde immer unübersichtlicher. Aber alles ging glimpflich aus, auch die streitenden Eheleute (Steffi, Jähnert, Manfred Thoss) fanden zum „Jahresendfriedensfeste“ wieder einigermaßen zusammen.

Besonders herausgehoben werden soll an dieser Stelle Carola Pabst. Nur dank des großen und vor allem textsicheren Einsatzes der Souffleuse und Regieassistentin, konnte das Weihnachtsprogramm überhaupt vollständig aufgeführt werden. Sie sprang netterweise für die drei Tage zuvor erkrankte Anne Bonness ein. In der Aufführung legte Carola Pabst eine wunderbare Version des Diätsketches vor und anschließend eine herrlich mäklige Hundebesitzerin in der Pfarrer-Szene nach. In beiden Szenen zeigte sie eine beeindruckende Leistung.

Das Publikum, mit Lebkuchen, Spekulatius, Glühwein und Tee bestens versorgt, honorierte die Vorstellung mit viel Applaus und kam auch noch in den Genuss einer musikalischen Zugabe.

Einige Gäste waren so begeistert von der Aufführung, dass sie ihre Wiederkehr für das nächste Jahr bereits ankündigten. Der BürgerVerein Leutzsch e. V. bedankt sich bei allen BesucherInnen, auch für die eingegangenen Spenden an diesem Abend und wünscht allen ein fröhliches und besinnliches Weihnachtsfest!

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Nachricht vom 12.12.2018. Autor: Enrico Engelhardt, Mitglied BVL
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