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Ein Besuch bei der „LEUTZSCHER TAFEL“

Bildinhalt: Mitglieder des Seniorenkabaretts vor dem Videokubus / Foto: Enrico Engelhardt
Mitglieder des Seniorenkabaretts vor dem Videokubus / Foto: Enrico Engelhardt
Die ehemalige Leutzscher Glasfabrik, in der Franz-Flemming-Straße 25, war am Sonntag, den 10. 09. 2017, zum Tag des offenen Denkmals ein beliebtes Ausflugsziel.

Dort konnten Besucher_innen in den vergangenen Tagen das Festival STADTTFINDEN erleben, das sich mit verschiedenen Formen urbanen Lebens auseinandersetzte. Besucher_innen konnten an Workshops und Filmvorführungen teilnehmen, gemeinsam essen, Vorträgen lauschen, Projekte und die dazu gehörenden Gruppen kennenlernen. Organisiert wurde das eintrittsfreie Festival vom D21 Kunstraum Leipzig in Kooperation mit dem OCTAGON e.V.

Zudem nutzten Interessierte vor allem am Sonntag die Chance, das Hauptgebäude der ehemaligen Fabrik im Rahmen einer Führung oder auf eigene Faust zu erkunden. Die Fabrikgebäude wurden 1911 für die „Deutsche Holzbearbeitungsmaschinenfabrik Jacobi und Eichhorn“ eingerichtet, die es von Lindenau nach Leutzsch zog, wegen der besseren Bahnanbindung. Damals hieß die Straße auch noch „Eisenbahnstraße“. Erst nach der Eingemeindung von Leutzsch in die Stadt Leipzig, im Jahr 1922, erhielt die Straße den heutigen Namen.
Zu DDR-Zeiten war die Fabrik unter dem Namen „VEB Glasgespinst Leipzig“ bekannt und seit den 1990er Jahren stand sie, wie viele andere Fabrikgebäude in Leipzig, leer und war dem Verfall preisgegeben.

Nun hat die Glasfabrik mit zwei Briten neue Eigentümer. Ihnen sei daran gelegen, das Gebäude aus dem Dornröschenschlaf zu wecken und es wieder einer dauerhaften Nutzung zuzuführen, die mit Architektur und Stadtplanung zu tun haben sollte, erfuhr man bei der Führung. Um das Gebäude nutzbar zu machen, wurden bereits neue Fensterscheiben eingesetzt und Elektroleitungen teilweise erneuert. Das STADTTFINDEN-Festival kann sozusagen als erste Erweckung betrachtet werden. Projektskizzen wie es mit dem Gelände weitergehen könnte, hingen an den Wänden aus.

Einen Tag nach dem 19. Leutzscher Stadtteilfest waren auch Mitglieder des Kabaretts der „Leutzscher und Lindenauer Nichtmehr-jungen“ in der Glasfabrik unterwegs. Sie folgten dem Aufruf zur „LEUTZSCHER TAFEL“. Diese gehörte zum Projekt „(V)ERSCHLOSSENE STADT“, einem der sieben Projekte, die im Rahmen des Festivals erarbeitet wurden. Es inszenierte ein essayistisches Porträt von Leutzsch, mittels Fotografie und Videointerviews der Bewohner_innen und Akteure im Stadtviertel.
Sie sollten im Rahmen der „Leutzscher Tafel“ am Abschlusstag zusammenfinden und bei Kaffee und Kuchen miteinander ins Gespräch kommen. Außerdem hatten somit alle Teilnehmer_innen des Projekts die Möglichkeit auch die anderen Interviews und fertigen Fotos im bzw. außen am Videokubus anzuschauen, der zudem noch mit Zitaten aus dem Film beschriftet worden war.

Initiiert wurde die „(V)ERSCHLOSSENE STADT“ von Kunstpädagogin Ina Luft und Sozialforscher Joachim F. Burkhardt, die die Gäste an der großen Kaffeetafel persönlich begrüßten. Auch Lisa Steindl, die Fotografin des Projektes war anwesend und freute sich, mit den Menschen über ihre Bilder, die von den Mitgliedern des Seniorenkabaretts sehr gelobt wurden, reden zu können. Das Seniorenkabarett „Leutzscher und Lindenauer Nichtmehr-junge“ steuerte mit Interviews und einem Auszug aus dem Programm den Seniorenblick auf den Stadtteil und die Aktivität im Alter für den Film bei. Auch Bürgervereinsvorsitzender Hans-Georg Brandner ist im Film vertreten.

Über das gelungene Ergebnis waren sowohl die Projektteilnehmer_innen, als auch die Projektleitung sehr zufrieden. Darüber hinaus konnten neue Kontakte geknüpft werden, wie der zwischen dem Seniorenkabarett und dem Hausprojekt „SOL“ welches im Leutzscher Teil der Georg-Schwarz-Straße anzutreffen ist.

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Nachricht vom 12.09.2017. Autor: Enrico Engelhardt, Mitglied BVL
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